Wo aber keine Gemeinschaft ist, da kann auch keine Freundschaft sein.“ (Platon)

Eine Gemeinschaft entsteht, wie jeder weiß, nicht innerhalb kürzester Zeit. Sie muss wachsen und manchmal auch einige Hindernisse überwinden, um am Ende besonders stark und langlebig zu sein. Eine Klasse ist eine solche Gemeinschaft: 20 individuelle Persönlichkeiten müssen zu einem Klassengefüge zusammenwachsen, ihre Unterschiede überwinden, um Gemeinsamkeiten zu entdecken und einander zu stärken, um in den bevorstehenden gemeinsamen acht Jahren erfolgreich zusammenzuarbeiten.

Um diesen wichtigen Prozess zu unterstützen, trafen sich die Schüler, Eltern und Klassenlehrer der Klasse 5 am Samstag, dem 05.11. in der Aula des Pestalozzi-Gymnasiums Meerane.

Gemeinsam pflanzten die Schüler zu Beginn ihren Baum in den „Erinnerungswald“, als Symbol ihrer Zugehörigkeit zur neuen Schule. Und auch das Wetter meinte es gut mit dem Gingko-Baum, welcher freundlicherweise von den „Nachbarn“ der Schule, Familie Seifert, gesponsert wurde: Während sich alle Teilnehmer unter die eigenen oder fremde Schirme flüchteten, um dem strömenden Regen zu entkommen, erhielt unser Baum gleich seine „Taufe“ und wird hoffentlich fortan die Schüler immer wieder an diesen gemeinsamen Nachmittag und ihren Zusammenhalt als Klasse erinnern.

Nach einem schnellen Kleidertausch fanden sich schließlich alle wieder einigermaßen trocken in der Aula ein, wo sie von Frau Klepzig begrüßt wurden, welche die Planung und Durchführung dieser Teambildungs-Maßnahme übernommen hatte.

Nach einigen Spielen zur Erwärmung ging es dann schließlich in die „heiße Phase“: Zahlreiche Kommunikationsspiele sorgten dafür, dass sowohl Schüler als auch Eltern einander besser kennenlernten, miteinander auf spielerische Art Lösungen für kleinere und größere „Problemchen“ fanden und ihre Gemeinsamkeiten entdeckten.

Am nachhaltigsten in Erinnerung ist wohl den Beteiligten das Abschluss-Spiel geblieben. Als „Team“ über ein hüfthoch gespanntes Seil zu gelangen, ohne dieses zu berühren bzw. es zu „überspringen“, erwies sich sowohl im Team „Eltern“ als auch bei den Schülern als überaus knifflig: Dramatische Sprünge, verbogene Rückgrate und einige laut ausgestoßene Flüche waren in beiden Lagern zu verzeichnen, bis schließlich doch das Schülerteam den Sieg holen konnte.

Nach diesem Kraftakt war eine Stärkung dringend notwendig. Für diese sorgte der Schulclub mit einem abwechslungsreichen und liebevoll gestalteten Buffet, welches sowohl optisch als auch geschmacklich mehr als überzeugte. Gestärkt konnten nun die Eltern einander näher kennenlernen, während ein Großteil der Schüler sich aufmachte, um die Schule noch einmal auf neue Art und Weise zu erkundenden: als überdimensionale Versteckspiel-Möglichkeit. Dieses Privileg blieb vielen der Schüler am eindrücklichsten in Erinnerung, konnten sie so ihre Schule doch noch einmal mit ganz anderen Augen sehen.

Schließlich kehrten alle Beteiligten erschöpft, aber glücklich nach Hause zurück – jeder für sich, aber dennoch als Gemeinschaft.