10 Tage dauerte eine Reise, die allen Beteiligten unvergesslich bleiben wird. Vom 24.09. bis 03.10. 2017 bereisten 5 Schüler der 10. Klassen und  zwei Lehrer unter Leitung von Herrn Wang, der die chinesischen Schüler an den Europäischen Gymnasien Meerane und Waldenburg betreut, ein Land, das das bevölkerungsreichste und flächenmäßig das viertgrößte Land der Erde ist. Unsere Erwartungen waren sehr groß und wurden dennoch übertroffen.

Sehenswürdigkeiten in Shanghai wie der Jinmao Tower, auf dessen 88. Stockwerk eine Aussichtsplattform den Blick über die gesamte Stadt freigab, ließ uns ahnen, wie groß das Land ist. Wir wurden aufgesogen und sogen selbst auf, was uns ab diesem Moment begegnete: Besuch der Partnerschule in Shanghai mit für uns unvorstellbaren 3000 Schülern, den Jadebuddha Tempel, einen der religiös wichtigsten Tempel der 23-Millionen-Metropole, die weltberühmte Skyline entlang des Huangpu-Flusses oder als Kontrast dazu die Altstadt mit dem Yuyuan-Viertel. Unvergessen bleibt die Bootsfahrt auf dem Yangzi.

Nach einer Zugfahrt per Liegekabine, die für uns auch eine neue Erfahrung war, erreichten wir am Tag 5 Xian, bekannt für die weltberühmte 1974 entdeckte Terrakottaarmee, die wir mit Erstaunen ansahen. Die Detailtreue in den Gesichtern der Soldaten, deren Uniformen und die Pferde sowie die dazugehörigen Wagen versetzten uns in die Zeit des ersten Kaisers von China, Quin Shiuangdi, zurück. Wir konnten uns diesem Zauber nicht entziehen.

Weitere Höhepunkte folgten wie z. B. eine Fahrradtour auf der 13, 7 km langen Stadtmauer Xians aus dem 14. Jahrhundert, der Besuch des Pagodentempels, die Besichtigung des Stehlenwaldes und des muslimischen Viertels. Hier folgten wir dem bunten Treiben der Händler, genossen die verschiedenen Gerüche und erfreuten uns einfach am lebendigen Geschehen um uns herum.

Nach einer weiteren Nachtfahrt mit dem Zug kamen wir in Peking an, wo wir in den nächsten drei Tagen weitere Höhepunkte erlebt haben, die wir nicht wieder vergessen werden. So spazierten wir auf der Chinesischen Mauer entlang, besichtigten den Himmelstempel aus dem 15. Jahrhundert, der sich in einem Park befindet, wo die Einheimischen sich zum Kartenspielen treffen oder gemeinsam Morgengymnastik betreiben. Die chinesische Architektur und Gartenbaukunst konnten hautnah im Sommerpalast und seinem kunstvoll gestalteten Garten erleben. Am 01.10. feierten die Chinesen ihren Nationalfeiertag und alle Menschen schienen auf den Beinen zu sein. Wir begegneten ihnen auf dem Platz des himmlischen Friedens ebenso wie in der verbotenen Stadt, wo wir uns plötzlich in der Vergangenheit wähnten, als der Kaiser mit seiner Familie hier residierte. Die gesamte gigantische Anlage haben wir vom Kohlehügel aus noch einmal von oben betrachten können. Sehr eindrucksvoll!!!

Auch wir haben wohl bei den chinesischen Menschen Eindruck hinterlassen, denn ständig wurde dieser oder jener unserer Gruppe um ein Foto gebeten, das wir gern von uns machen  ließen.

Bei gemeinsamen Abendessen mit Eltern chinesischer Schüler, die bereits ihr Abitur an einem unserer Gymnasien abgelegt haben bzw. bald unsere Schüler sein werden, haben wir alle einhellig eingeschätzt, dass mit der Reise nach China ein Traum in Erfüllung gegangen ist, für dessen Erleben wir alle dankbar sind.

Angela Schramm im Namen aller Mitreisenden