Theaterwerkstatt
„Was steckt hinter dem Europäischen Gedanken? Die Idee eines Verbundes souveräner Länder zwecks Zusammenarbeit auf bestimmten Gebieten. Stellt euch also mal vor, eure Klasse ist so ein Land und die andere Klasse ist ein anderes Land und am heutigen Tag werdet ihr auf dem Gebiet des Theater-Spielens mit der anderen Klasse zusammenarbeiten.“, so ähnlich begrüßte Frau Klepzig die 7a und die 9b am Europatag zu Beginn des Theater-Projekts. Dann ging es auch direkt los mit einigen Warm-Up-Übungen. Dazu wurden erstmal Gemeinsamkeiten zwischen den Schülern festgestellt, dann gab es eine Pantomime-Übung, bei der Gegenstände wie Teetassen, Suppenlöffel und sogar Socken zwischen Nachbarn getauscht wurden. Als erste gemeinsame Aufgabe mussten Zweierteams aus jeder Klasse zusammen einen Kurzdialog aufführen. Und zuletzt erhielten die Schüler in gemischten Gruppen die Aufgabe, sich eine kleine Szene auszudenken und diese nach der Mittagspause dem Publikum vorzuspielen.
In der anschließenden Feedback-Runde äußerten sich die Schüler positiv, denn immerhin hätte man mal „etwas anderes gemacht als Schule“ und auch das Theater-Spielen hat ihnen gefallen. Schön fanden sie auch, mal in Kontakt mit der anderen Klasse zu kommen, und feststellen zu können, dass die internationalen Schüler der 9b tatsächlich schon so gut Deutsch sprechen, dass man sich richtig miteinander verständigen kann – oder wie ein chinesischer Schüler es formulierte: „Ich hatte bisher immer Angst, mit den deutschen Schülern zu sprechen, aber jetzt nicht mehr!“ Das ist ein tolles Ergebnis!
Vier Fraktionen und neue Gesetze

Unter dem Motto „Mitten drin im Landtag“ haben die Schüler der achten bis elften Klassen  einen Tag als Landtagsabgeordnete verbracht und Gesetze verabschiedet.
Dabei lernten sie in dem Planspiel, welches von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) in unserer Aula durchgeführt wurde, die Parlamentsarbeit der Volksvertreter kennen. Eine herausfordernde Aufgabe, denn in vier Fraktionen (Konservative, Soziale, Ökologische, Andere), Arbeitskreisen und Ausschüssen wurde beraten, diskutiert und entschieden. Wie in der Realität mussten Mehrheiten für ein bestimmtes Vorhaben organisiert sowie aufrechterhalten werden. Dabei entsprachen die Regeln des Planspiels denjenigen der wirklichen Parlamentsarbeit. Nur wer diese zu beherrschen wusste, konnte im Spiel Gesetze erfolgreich durch den Landtag bringen. In unserem Fall zeigten sich die „Sozialen“ als Gewinner, die letztlich die meisten ihrer Ideen erfolgreich durchsetzten und somit ihrem konservativen Koalitionspartner ein Schnippchen schlagen konnten.
Nicht zuletzt durch die sehr professionelle und inhaltlich fundierte Durchführung des Spiels durch die Mitarbeiter der SLpB erweiterten die Schüler ihr Wissen über die Parlamentsarbeit quasi „nebenbei“. Dabei eröffnete dieser „Sitzungstag“ mit seinen unterschiedlichen Rollen auch ungewohnte oder auch unbekannte Perspektiven auf die Politik und regte so die Teilnehmer zur Reflexion ihrer eigenen Positionen an.


Schreibwerkstatt mit der Zwickauer Krimiautorin Claudia Puhlfürst
„Man muss das schreiben, was aus einem raus will!“, meinte die über Sachsen hinaus bekannte Autorin zu Beginn unseres ersten Werkstatttermins.
Zusammengefunden hatten sich 16 schreibbegeisterte Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 11 sowie drei Lehrerinnen unserer Schule, um das auszuprobieren.
Claudia Puhlfürst, ehemals Biologie- und Chemielehrerin, auch Verlagsmitarbeiterin oder Köchin musste auf unser Drängen hin zunächst erst einmal von ihrem eigenen Weg zur Autorin erzählen. Vieles Verschiedenes hat sie in ihrem Leben schon angepackt und alles war für etwas gut, sagte sie uns. Jetzt lebt sie vom Bücherschreiben, da sie vor einigen Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hat. Ihr Steckenpferd sind Krimis, auch regelrechte Psychothriller. In Jugendthrillern, wie: „Lügenschwester“ oder „Fürchte die Nacht“ spielen Jugendliche die Hauptrolle.
So wollten wir vom echten Profi lernen und sie gab uns das nötige Werkzeug dafür an die Hand. Jede Geschichte beginnt zunächst mit einer Idee, ehe man sich überlegt, welche Figuren in der eigenen Geschichte eine Rolle spielen sollen. Sie verriet uns auch, wie wir auf Ideen kommen können und regte uns an, einen Steckbrief über die handelnden Figuren anzufertigen, ehe wir losschreiben. Unsere Titel sollen verführen und den Leser neugierig machen. „Show, dont tell“ lernte sie uns. Wir sollen dem Leser zeigen, was passiert und nicht einfach hinschreiben. Spannung erzeugen, „Cliff hanger“ einbauen und über die Erzählperspektive nachdenken, waren ihre guten Tipps für uns „Tintenfinger“.
Und dann schrieben wir los!
Bald werden wir ein eigenes Buch mit all unseren Kurzgeschichten drucken lassen. In einer Lesung zum nächsten Projekttag Ende Juni werden wir unsere Geschichten vorstellen.
Dieses erstmalige Treffen mit einer „echten“ Schriftstellerin verlangt nach Wiederholung, haben wir doch gestaunt, wie viele Schüler unserer Schule gern selbst etwas schreiben möchten.

Europäische Fernwanderwege
Das Wandern ist nicht nur „des Müllers Lust“ – auch unsere Schüler hatten im Rahmen dieses Projekttages die Möglichkeit, die europäischen Fernwanderwege zu erkunden.
Dabei fanden sie heraus, dass erstaunliche 9 der 12 existierenden Fernwanderwege durch Deutschland führen. Es gibt also nicht nur den berühmten „Jakobsweg“, der durch Medienberichte und das Buch von Hape Kerkeling weltberühmt wurde.
Wem das Wanderfieber packt, der kann nach Herzenslust durch Europa wandern, alle Informationen dazu findet man im Europäischen Gymnasium Meerane:
1. Etage-Wandzeitung!